Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Cismar
Verleihung des Ansgarkreuzes an Waltraut Drückler

„Ein besonderer Mensch aus dieser Gemeinde soll heute für ihren großen persönlichen und vor allem ehrenamtlichen Einsatz in der kirchlichen Arbeit über viele Jahrzehnte mit dem Ansgarkreuz unserer Nordkirche geehrt werden.“ Mit diesen Worten leitete Propst Süssenbach die Verleihung des Ansgarkreuzes im Namen der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, im Namen des Kirchenkreises Ostholstein, im Namen des Kirchengemeinderates unserer Kirchengemeinde hier in Cismar und ganz gewiss auch im Namen derer, die an diesem Tag den Gottesdienst besuchten, ein. Die Gemeinde spürte, dass es dem Propst eine ganz besondere Freude war Waltraut Drückler zu ehren, auszuzeichnen und ihr den Dank unseres Bischofs Gothard Maagard zu überbringen. Und alle Anwesenden waren sich einig darüber, dass sie sich dieses Lob und diesen Dank wahrhaftig und reichlich verdient hat. Leider konnten nicht alle, die es gerne gewollt hätten, am 17. September dabei sein und so finden sich in diesem Text auch einige Gedanken und Aspekte aus der Predigt des Propstes wieder, besonders im Hinblick auf die ehrenamtliche Biographie, damit ein jeder Leser nachvollziehen kann, warum es unserer Kirchengemeinde so wichtig war, einmal mit Nachdruck, in einem feierlichen und würdigen Rahmen, Waltraut Drückler: „Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle unserer Kirchengemeinde und Ihr beispielhaftes Eintreten für den christlichen Glauben“ zu sagen.

Denn seit 33 Jahren lebt und strebt Waltraut Drückler für unsere Kirchengemeinde, jedoch schon als Jugendliche, geprägt von Pastor Helmut Frenz in Landkirchen auf Fehmarn, der sie auch konfirmierte, entdeckte sie ihr Herz für Kirche und Glauben. 1984 mit  37 Jahren kandidierte sie das erste Mal für den Kirchenvorstand, so hieß das Gremium zu der Zeit, und wurde auf Anhieb mit einer überwältigen Mehrheit gewählt. Sie gehörte dem Kindergarten- u. Finanzausschuss an und übernahm nach und nach immer mehr Verantwortung auch in den ganz praktischen Dingen der Gemeindearbeit. Bis zum heutigen Tage leitet Waltraut Drückler den Frauenkreis in Cismar. Trotz gesundheitlicher Probleme in den neunziger Jahren gab sie ihr Engagement nicht auf, sondern dankte Gott für ihre Genesung und kämpfte weiter den guten Kampf des Glaubens. Außerhalb, aber auch ganz besonders innerhalb ihrer Familie spielte Gottes Liebe eine ganz besonders Rolle. So segnete Er sie mit einem treuen Ehemann, der ihr den Rücken frei hielt und sie stärkte und sorgte für den lange ersehnten Familienzuwachs. Ihr gemeinsamer Sohn Nils heiratete seine Anke und sie bekamen zwei Kinder, eine dritte Enkeltochter ist unterwegs.

Seit 1996 wirkt Waltraut Drückler als Synodales Mitglied auch auf Kirchenkreisebene mit, investiert ihren Mut, ihre Zeit und ihre Kraft und wir alle wünschen uns, dass sie noch für eine weitere Amtszeit in dieses Gremium gewählt wird.
In den 32 Jahren der Mitarbeit im Kirchengemeinderat war Waltraut Drückler, nach der Pensionierung von Pastor Dr. Volker Schönle, sieben Monate lang Vorsitzende in unserer Kirchengemeinde. In dieser Zeit sorgte sie mit den anderen Kirchengemeinderäten gemeinsam dafür, dass das kirchliche Gemeindeleben nicht zum Erliegen kam und unsere Kirchengemeinde geschäftsfähig blieb. Nach  Neubesetzung der vakanten Stelle unterstützte sie unseren neuen Gemeindepastor Burkhard Kiersch mit Rat und Tat, bis dieser auf “sicheren Beinen“ stand. Dann beschloss sie im letzten Jahr nicht mehr für den Kirchengemeinderat zu kandidieren.
Als Leiterin des Cismarer Frauenkreises und weiterhin hoffentlich auch als Synodale, bleibt uns Waltraut Drückler vorerst erhalten, Gott sei Dank.  „Bis hierher hat mich Gott gebracht“, ist ein Vers aus der Bibel, den Waltraut Drückler im vollsten Vertrauen auf unseren Herrn gerne zitiert, doch schon warten neue Herausforderungen. Da ist es gut zu wissen, dass die Mitglieder der gesamte Familie Drückler zu denen gehören, die selbst in der größten Not, nicht an der Liebe Gottes zweifeln brauchen.

Auf den Höhepunkt der Verleihung zusteuernd, sagte Propst Süssenbach: „Das Haus Gottes besteht aber nicht nur aus alten Steinen und wunderbaren Kunstschätzen, wie hier in Cismar, sondern es wird vor allem von den lebendigen Steinen zusammen gehalten. Von den zahlreichen Menschen, die sich ehrenamtlich in unseren Gemeinden engagieren. Sie sind der eigentliche Schatz der Kirche in Ostholstein und ihre Zukunft. Und Sie, liebe Frau Drückler, sind einer dieser lebendigen Steine und ein ganz besonderer Schatz für ihre Kirchengemeinde, für unseren Kirchenkreis und für viele Menschen, die sich mit ihnen heute über diese Ehrung freuen.“ Und dann wurde es doch noch ernst, als Propst Süssenbach sie und den Vorsitzenden des Kirchengemeinderates Pastor Burkhard Kiersch bat, zu ihm nach vorne an den Altar zu kommen. Das Anstecken der edlen Brosche, benannt nach dem Heiligen Ansgar, dem Missionar des Nordens, erfolgte selbstverständlich, trotz einer gewissen Anspannung und Erwartungshaltung, reibungslos und ohne Stichverletzung für die Geehrte.

Nach dem Gottesdienst wurden die Festgäste im Lettner-Raum mit Getränken aller Art und leckeren Häppchen empfangen. Herzliche Glückwünsche und Grußworte wechselten sich ab und bereicherten die Feier. Waltraut Drückler war sichtlich überwältigt von der Anerkennung, die ihr zuteil wurde und bedankte sich dafür auf das Herzlichste bei den Anwesenden und auch bei denen, die leider nicht dabei sein konnten. Das war wirklich ein herrlicher Tag für uns alle.

(Text: Sylvia Witt-Reinders)

 

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